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Bundesweiter Vorlesetag 2012Bereits zum neunten Mal fand der jährliche Bundesweite Vorlesetag statt, diesmal am 16. November. Wie auch in den vergangenen Jahren luden die Münchner Stadtbibliothek und der Verein Lesefüchse e.V. in einer Gemeinschaftsaktion Schulklassen der Grundschulen zum Zuhören ein. Da vor 200 Jahren die Gebrüder Grimm die Sammlung ihrer Märchen zum ersten Mal in Buchform veröffentlichten, war beschlossen worden, Märchen der Brüder Grimm vorzulesen. Insgesamt 15 Münchner Stadtbibliotheken beteiligten sich in diesem Jahr an dieser Veranstaltung. Auch in der im Frühjahr neu eröffneten Stadtbibliothek Neuperlach wurde wie in den vergangen Jahren wieder vorgelesen. Insgesamt 93 Kinder der zweiten Jahrgangsstufe von den Grundschulen am Karl-Marx-Ring, in der Gänselieselstraße, am Theodor-Heuss-Platz, an der Max-Kolmsperger-Straße und am Pfanzeltplatz waren mit ihren Lehrerinnen der Einladung gefolgt. Drei Vorleser der Lesefüchse trugen in drei Vorlesephasen abwechselnd verschiedene klassische Märchen der Brüder Grimm vor. Dabei wurden die in dem verwendeten Märchenbuch enthaltenen Illustrationen für alle Zuhörer sichtbar an die Wand projiziert, was den Aufmerksamkeitsgrad der Kinder förderte. Ulrich Unselt |
![]() Gut besucht war am Bundesweiten Vorlesetag die Stadtbibliothek Neuperlach |
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200 Jahre – und kein bisschen alt!
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LMU präsentiert erste Ergebnisse der Lesefüchse-StudieWer sind eigentlich diese Lesefüchse? Was treibt sie an, freiwillig einmal wöchentlich Kindern in Grundschulen und Bibliotheken vorzulesen? Welche Erfahrungen haben sie selbst in Ihrer Kindheit mit dem Vorlesen gemacht? Und was sind das überhaupt für Leute, woher kommen sie und wie sind sie bei den Lesefüchsen gelandet? Diese und andere neugierige Fragen waren es, die Frau Prof. Dr. Inckemann und ihr Team vom Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Didaktik der LMU den Lesefüchsen stellten. 295 Fragebögen wurden im Rahmen einer groß angelegten Studie an die aktiven Vorleser verschickt. Knapp die Hälfte kam ausgefüllt zurück, eine einigermaßen befriedigende Quote, die in jedem Fall ausreichte, repräsentative und aussagekräftige Ergebnisse zu gewinnen. |
Mithilfe eines Fragebogens konnten sich alle Lesefüchse an der Untersuchung beteiligen. |
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Die Lesefüchse feiern im Walderlebniszentrum Grünwald ein erfolgreiches LesefestBei sonnigem Vormittags-Wetter kamen zwölf Ganztagsklassen der ersten bis dritten Jahrgangsstufen am 26. Juni in den Genuss, Geschichten zu Bäumen und Waldbewohnern an rustikal-romantischen Plätzen zu hören. Sechs Vorlesestationen waren mitten im Wald eingerichtet worden, mit den assoziationsstarken Namen: „Die riesige Lärche”, „Barfuß auf dem Tastpfad”, „Bei den klingenden Hölzern”, „Wildschweinstadl”, „Huteeiche” und „Eine Eiche erzählt”.
Die Kinder eroberten ab 9 Uhr, empfangen von ihrem jeweiligen Klassenbegleiter, die Wege und Vorlesestationen. An jeder Vorlesestation warteten zwei ehrenamtliche Lesefüchse, eine Dame von Ernst & Young und ein Polizeibeamter der Dienststelle Grünwald auf sie. Die Vorleser lasen in verteilten Rollen oder wechselten sich ab. Nach jeder Lesung erhielten die Kinder einen Stempel auf ihre Teilnahmekarte. Sie erfuhren auch zwischen den drei Lesungen einiges über die Natur, und erhielten ein Buchpaket und viele Informationen zum Walderlebniszentrum. Einige Vorlesestationen gefielen den Kindern besonders: Bei der riesigen Lärche konnten sie, während sie der Geschichte lauschten, auf Isomatten liegen und in die Baumwipfel schauen. Zur Huteeiche ging nur ein kleiner Trampelpfad. War das ein abenteuerlicher Spaß dorthin zu gelangen! Bei den klingenden Hölzern entdeckten sie die akustischen Möglichkeiten von Holz. Nebenbei sahen die Schülerinnen und Schüler allerlei Waldbewohner und genossen die frische Waldluft. Bei der dritten Lesung freuten sie sich über ganz besondere Vorleser: einen echten Polizeidirektor (Christian Gruber), der über Spurensuche sprach, oder eine blinde Frau, die mit Hilfe der Brailleschrift vorlas (Melanie Egerer) und viel über das Hören erzählte. Weitere Ehrenvorleser waren Rainer Schweppe, Stadtrat und Schirmherr des Lesefestes, Dr. Hans-Georg Küppers, Kulutrreferent der Landeshauptstadt, Dr. Christian Reiter und Ulrike Hasbargen vom Förderer Ernst & Young und Alexandra Helmig, Schauspielerin und Kuratoriumsmitglied. Das Lesefest ging um 12 Uhr mit einem Abschlussempfang für die Mitwirkenden, zu dem Jäger auf ihren Jagdhörner bliesen, zu Ende. Lesefüchse e.V. bedankt sich bei der Stiftung der Stadtsparkasse München für die erneute finanzielle Unterstützung, sowie beim Walderlebniszentrum Grünwald für die gute Kooperation. Ohne die vielen Vorleser (Lesefüchse, Ernst & Young- Mitarbeiterinnen, Polizeibeamten der PI Grünwald und Ehrenvorleser/innen) sowie zahlreichen Helferinnen und Helfer aus Vorstand, Beirat und Mitgliedern wäre das Lesefest nicht gelungen. Deshalb auch hier noch einmal ein großes Dankeschön! Wir freuen uns auf das 7. Lesefest in 2013, wenn wir wieder im Verkehrszentrum des Deutschen Museums zu Gast sein werden. |
Das Walderlebniszentrum in Grünwald war Schauplatz des diesjährigen Lesefestes
Kulturreferent Dr. Küppers war einer der vielen „Ehrenvorleser”
Zuhören an der „riesigen Lärche”
Jagdhornbläser spielten zum Abschlußempfang auf
Mehr Bilder vom Lesefest 2012 finden Sie in unserem |
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Kooperationsprojekt „Polizeibeamte lesen vor”Das erfolgreiche Kooperationsprojekt des Lesefüchse e.V. und des Polizeipräsidiums München „Polizeibeamte lesen vor” wird fortgesetzt: Beamtinnen und Beamte verschiedener Polizeiinspektionen sind wieder im Einsatz und schlüpfen in die Rolle der Vorleser an verschiedenen Grundschulen in Schulklassen der ersten bis vierten Jahrgangsstufe. Die Lesefüchse begründeten zusammen mit Polizeidirektor Gruber bereits 2006 das Kooperationsprojekt „Polizeibeamte lesen vor”, mit der Idee, Polizeibeamte als Vorlesepaten zu gewinnen, um über die wöchentlichen Vorlesestunden hinaus auf besondere Weise die Lesebegeisterung der Kinder zu wecken. Das Projekt entpuppte sich als Erfolgsmodell, das inzwischen schon drei Auszeichnungen erhalten hat. Denn es enthält eine für Kinder spannende Kombination: Polizeibeamte lesen Kindern vor und bringen ihnen über die mitgebrachten Geschichten den Beruf und Themen zur Gewaltprävention näher. „Geschichten sind der Schlüssel zur Welt”, wie Polizeidirektor Christian Gruber sagt, „sie stehen für Verständnis, Fantasie und Kreativität, für Chancengleichheit und Integration in unser Wertgefüge”. Dort setzt die Präventionsarbeit der Münchner Polizei an und führt die wöchentliche Vorlesetätigkeit der Ehrenamtlichen des Lesefüchse e.V. weiter. Bei den Lesungen handelt es sich jeweils um geschlossene Veranstaltungen.
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Vorlesestunden mit Polizeibeamten finden die Schüler besonders spannend |
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Informationen zu früheren Terminen in der » Chronik |